Unter falscher Flagge
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Zum Einen ist das der Titel eines Albums der Toten Hosen aus dem Jahr 1984, zum Anderen beschreibt es - mit einem Augenzwinkern - Vronis Wochenende der Deutschen Meisterschaft Mixed und Team in Oberstdorf ganz gut, bei dem sie mit der Damenmannschaft der Freisinger Bogenschützen an den Start gegangen ist.
Aber wie kam es zu der „falschen“ Flagge? Dazu müssen wir einen kurzen Zeitsprung zurück auf die DM Halle 2024 machen. Dort wurde Vroni von den Freisingern gefragt, ob sie denn Zeit und Lust hätte, bei der oben besagten DM für Freising mitzuschießen, da ihnen eine Schützin zu diesem Event ausfällt. Vroni hat kurz überlegt, zugesagt, in Freising ihre Zweitmitgliedschaft beantragt und zwei Trainingseinheiten mit dem Team absolviert.
Aufgrund einer sehr sportlichen Wettervorhersage befanden sich zur Abfahrt am Samstag früh um 6 Uhr im Gepäck (neben der normalen Bogenausrüstung): mehrere Ladungen Wechselwäsche, Schirme, Regenklamotten, Gummistiefel und Regenhüte. Je näher wir Oberstdorf kamen, desto dunkler wurde der Himmel und desto klarer wurde es, dass es gut war, dass wir alles eingepackt hatten. Bei der Ankunft am wirklich sehr schönen und von dem ausrichtenden Verein top vorbereitetem Oybele Stadion schüttete es dann wie aus Eimern. Kurze Begrüßung mit der schon anwesenden Mannschaft und einiger weiteren bekannten Gesichter und dann die Frage: wo aufbauen bei all dem Regen, wohin mit dem Equipment, mit welchen Klamotten schießen? Fragen über Fragen...
Zu den Einschießpassen ließ der Regen ein bisschen nach und hat sich dann über den ersten Teil des Wettkampfes auf einem gleichbleibenden Niveau eingependelt, so dass man an der Schießlinie und dahinter durchaus von einer kleinen Schlammschlacht sprechen konnte. Ich habe noch nie gesehen, dass Bögen, Schützen, Spektive und alles Weitere so verschmutzt waren. Das tat der Stimmung aber wenig Abbruch und da man sowieso schon da war, machte man doch einfach das, wofür man hergekommen war: die DM Mixed und Team schießen. Am Ende des ersten Wettkampteils (es wird eine komplette WA 720 geschossen) stand fest, dass es das Damenteam der Freisinger in der Teamwertung in das Achtelfinale geschafft hat. Cool!
Für das Mixed, das am darauffolgenden Tag geschossen wird, haben Vroni und ihrem Kollegen leider vier Ringe gefehlt, um sich dafür zu qualifizieren. Schade!
Damit voller Fokus auf die anstehenden Teammatches, die in ähnlichem Modus wie bei der Liga geschossen werden. Drei Schützinnen, sechs Pfeile, zwei Minuten Zeit und in der Coaching Zone ein „Spotter“, der die Pfeile ansagt und sich mit den Schützinnen kurz austauscht.
Freilos im Achtelfinale, Viertelfinale gewonnen, Halbfinale verloren (gegen drei Schützinnen des BSC BB Berlin die alle im Bundeskader schießen – da kann man mal verlieren) und damit war klar, dass das Bronzefinale gegen den PSV München wartet. Dies war an Spannung kaum zu überbieten, denn es kam zu einem 4:4 und damit zu Stechpfeilen (!). Ein Pfeil pro Schützin, 20 Sekunden pro Pfeil, drei Schützinnen. Geht’s spannender? Ja!
Nämlich wenn dann ein 26:26 geschossen wird und der Pfeil entschiedet, der näher an der Mitte ist. Dies war beim PSV der Fall und somit blieb der vierte Platz für Jana, Yuliya und Vroni. Leider kein Edelmetall, aber eine sehr starke Leistung und toll gemacht!
Einige Freisinger Schützen meinten beim gemeinsamen Abendessen schmunzelnd, dass Vroni das Trikot der Freisinger doch gut stehen würde und sie es behalten sollte. Darauf konnte ich, ebenso schmunzelnd, nur antworten „Die einen sagen so, die anderen so“. Und natürlich werden wir Vroni bei den nächsten Wettkämpfen nicht mehr unter „falscher“ Flagge sehen, sondern wieder im gewohnten Vereinsdress. Gegen eine weitere Leihgabe ist aber auch in Zukunft sicherlich nichts einzuwenden.
Am Sonntag morgen haben wir dann noch bei den Mixed Matches vorbeigeschaut, bei dem die Freisinger Teams leider früh ausgeschieden sind und dann ging es, mit neuen Erfahrungen und jede Menge schlammigen Klamotten, wieder ab nach Hause.
Die nächste DM Mixed und Team findet im Juli 2025 in Dresden statt und wir Tassilienen und Tassilos könnten sicherlich auch mal über eine Teilnahme nachdenken.
Und zum Schluss noch ein kleiner Nachtrag: Das Freisingern Team Recurve Master männlich hat am Sonntag Nachmittag das Goldfinale geschossen und sich – auch im Stechen – die Silbermedaille gesichert. Glückwunsch!
(DS – 16.06.2024)
Breitenstein reloaded - drei Tage, drei Parcours, 3D-Bogenschießen
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Am Samstag war es wieder soweit und Vroni und ich machten uns auf den Weg zum Maurerwirt nach Kirchschlag bei Linz, um – genau wie im letzten Jahr - die bunte Tassilo Truppe um Bine, Christine, Gaby, Manfred, Klaus und Michi zu komplettieren, die bereits seit Freitag vor Ort war. Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, ging es direkt in das nur 700 Meter entfernte Bogensportzentrum Breitenstein, mit dem Ziel, die anderen sechs auf dem ersten Parcour einzuholen. Das ist uns bei Target 16 (von 36) gelungen - ab da ging es dann gemeinsam weiter.
Da man sich zum Start erstmal akklimatisieren muss und es außerdem immer mal wieder vorkommt, dass sich so ein Schaumstoff-Tier im letzten Moment doch mal bewegt, oder die Windverhältnisse sich kurz vor dem Ziel so brutal anders darstellen, als an der wenige Meter entfernten Abschussstelle, kam es im Parcour des ersten Tages zu einigen Pfeilverlusten und Pfeilbrüchen, was aber der guten Stimmung unserer sieben Schützen keinen Abbruch tat. Sieben Schützen? Stehen oben nicht acht Namen? Doch! Aber da ich nach meinem Unfall immer noch nicht wieder schießen kann, habe ich in diesem Jahr die Rolle des Sherpas, Pfad-Finders, Spotters und Trägers übernommen. War mal eine andere Art Parcours zu gehen, aber im nächsten Jahr bin ich definitiv wieder mit meinem Bogen am Start!
Nachdem der erste Parcour bewältig war, wurde von einigen noch der „Mut-Schuss“ durchgeführt. Alle Pfeile haben ausnahmslos getroffen und, anders als im letzten Jahr, keiner zerstört. Respekt! Danach haben wir es uns auf den gemütlichen Liegestühlen bequem gemacht, um uns langsam auf das Abendessen vorzubereiten.
Am Vormittag des zweiten Tages ging auf in den zweiten, sehr hügeligen und teilweise anspruchsvoll zu gehenden Parcour mit 28 Zielen. Auch hier gab es, aufgrund von freiwillig herausfordernd gewählten Abschussstellen, Pfeile die an Bäumen anschlugen und sich dann dort zwei- oder auch mal dreiteilten. Aber hey, ohne Herausforderung wäre es ja kein Spaß! Der Parcour endet mit einem spektakulären Schuss von einem Felsen auf ein riesiges Mamut in 66 Metern Entfernung. Zum Pfeile ziehen benötigt man dann übrigens eine Leiter (!) die aber zum Glück am Ziel bereitsteht. Und auch danach ging es wieder in den Liegestühle um sich ordentlich auf das Abendessen vorzubereiten.
Am dritten und letzten Tag galt es, den mit 20 Zielen kürzesten Parcour zu bewältigen. Dieser ist von der Vegetation her nochmals komplett anders ist als die ersten beiden und auch hier gibt es einen tollen Schuss über 73 Meter auf einen Dinosaurier. Coole Sache! Am Ende noch eine Verschnaufpause, bevor wir dann leider schon wieder Abschied nehmen müssen.
Fazit für dieses Jahr:
• Wieder ganz viel Spaß, lustige Begebenheiten und eine tolle Zeit in und mit der Truppe!
• Wanderschuhe können auch mal einfach so die Sohle verlieren!
• Das Abendessen im Maurerwirt ist hervorragend und wer sich beim Schießen noch nicht verausgabt hat, der schafft das spätestens bei Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise (zwei Kilo mehr nach zwei Abenden sprechen für sich...)!
• Nachschauen bei den Fundpfeilen kann sich lohnen, da verloren geglaubte Pfeile am nächsten Tag tatsächlich wieder auftauchen können!
• Besser hätten wir das Wetter nicht erwischen können. Entgegen deutlich schlechterer Vorhersagen hatten wir tagsüber Sonnenschein und der Regen kam immer nur nachts!
• Wir kommen definitiv wieder (die Reservierung beim Maurerwirt für 2025 steht)!
Und wer sich selbst ein Bild machen möchte kann hier gern mal reinschauen: https://www.bogensport-zentrum.at
(DS – 22.05.2024)
Ismaning im Dunkeln
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Für den 14. April hatten die Kollegen vom BC Ismaning zum 1. Ismaninger UV-Cup geladen. Klar, dass die UV-Fans Bine & Manfred hier im frischen Neon-Style am Start waren – leider aus terminlichen Gründen als einzige Vertreter der Tassilos.
Nach der Ankunft an der Halle hieß es auf der Galerie den Bogen aufbauen, dann ging es – nach einem schmerzlichen Blick auf das frühsommerliche Wetter - in den Keller! Schon der Gang vom Treppenhaus zur Halle war verdunkelt und kreativ dekoriert, Vorhänge aus schwarzem Molton trennten die einzelnen Bereiche voneinander ab. Vor der Halle gab es die Trophäen (aus dem 3D-Drucker!) zu bestaunen und einen Hinweis an der Wand: „Die Kammer des Schreckens wurde geöffnet! Feinde des Erben...“
Dann konnten wir die Halle selbst in Augenschein nehmen: Hui, das ist viiieeel dunkler als bei uns! Tolle Inspiration für den 3. Tassilo UV-Cup, der Anfang 2025 wieder stattfinden wird! Schnell wurde noch Initiator Michi begrüßt, kurz über die Freuden und Leiden der UV-Deko gefachsimpelt, und schon ging es los!
Um es kurz zu machen – weder Bine noch Manfred konnten sich mit Ruhm bekleckern. Der Misserfolg wurde aber durch sehenswerte Outfits, nette Scheibenkollegen und eine erstklassige Playlist wettgemacht, und so blinzelten um die Mittagszeit zwei nicht allzu unzufriedene Tassilos in die warme Sonne, um den Nachmittag nach getaner Arbeit im heimischen Garten zu vertrödeln.
Nochmal vielen Dank für die Einladung, liebe Ismaninger! Ihr habt einen Mega-Job gemacht, wir haben das Turnier sehr genossen!
(SG - 14.04.2024)
Nur eine Frage stellte sich...
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...beim diesjährigen Bogenplatzaufbau: Nämlich, ob wir die Scheiben mit oder gegen die Strömung aufstellen sollten!
Denn der Himmel hatte in diesem Jahr sämtliche Schleusen geöffnet. Obwohl es am frühen Morgen noch so schön sonnig und warm war. Pünktlich um acht Uhr stand (ausnahmsweise) ich am Schalter unseres Haus und Hof-Autovermieters, um den LKW für den Scheibentransport abzuholen. Ja - richtig, das war dieses Jahr mein Job, denn Vereins-Fuhrmann Dirk fällt verletzungsbedingt immer noch aus. Obwohl der Vermieter erst um 8 Uhr öffnet, sind schon fünf weitere Kunden vor mir in der Schlange. Da nur ein Mitarbeiter anwesend ist, kann es durchaus etwas dauern. Gegen 8:30 sitze ich endlich im gemieteten 7,5 Tonner und bin auf dem Weg zum Bogenplatz.
Kurz darauf sind wir schon auf dem Weg zur Lagerhalle, um die Scheibenständer, Scheiben und Abdeckungen zu holen. Das Einladen verläuft routiniert, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das Material nicht von Jahr zu Jahr schwerer wird. Schon sind wir auf dem Rückweg. Etwa 10 Meter hinter unserem Einfahrtstor geht plötzlich nichts mehr! Ehe ich registriere, was gerade abgeht, steckt der LKW im aufgeweichten Boden fest. Ein kurzer Blick auf die Reifen der Antriebsachse erklärt einiges: a bissl mehr Profil wäre evtl. hilfreich gewesen! Aber es hilft nix - statt wie sonst üblich mit dem Laster von Scheibe zu Scheibe zu fahren und abzuladen, muss die Aufbaumannschaft dieses Jahr alles zu Fuß über den Platz schleppen. Das weckt zwar keine Begeisterungsstürme, aber die Crew ist wie immer pragmatisch. Der Job muss gemacht werden!
Das miese Wetter und die niederen Temperaturen tragen auch nicht zu guten Stimmung bei. Trotzdem stehen am Ende alle Scheiben auf Ihren Plätzen und die nächste Herausforderung wird in Angriff genommen: der LKW muss befreit werden! Nachdem sämtliche Fahrmanöver ins Leere gehen, schlägt Klaus vor, des Laster mit seinem Allrad-BMW herauszuziehen. Und es klappt! Zwar nicht in einem Rutsch - dazu ist zu wenig Platz auf dem Parkplatz - aber am Ende steht das Vehikel wieder auf fahrbarem Untergrund. Klaus' Kommentar war lapidar: "Hat Spaß gemacht - normalerweise schleppe ich ja nur Frauen ab..." [der Kommentar wurde vom Verfasser sehr frei wiedergegeben].

Pünktlich zur angepeilten Zeit konnte die obligatorische Brotzeit ausgegeben werden! Bogenplatz und natürlich auch unsere Halle erstrahlen in vorsommerlichen (diese Adjektiv kam wg. der gestrigen Witterung nur sehr schwer aus der Tastatur) Glanz und die meisten von uns können es kaum erwarten, die Pfeile wieder auf die Outdoor-Entferungen fliegen zu lassen.
Mein Danke geht wie jedes Jahr an die vielen fleißigen Helfer. Top Job von allen Beteiligten! Es macht wirklich Spaß, mit so einer Crew die Herausforderungen innerhalb des Vereins zu meistern.
(SO - 23.03.2024)
Deutsche Meisterschaft Halle 2024 unter Glas
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Liebe Leserinnen und Leser der leichten Unterhaltung, von der Muse verlassen habe ich trotzdem versucht, ein paar unterhaltsame Zeilen zu schreiben.
Vom 08.03 bis 10.03. fand dieses Jahr die DM im Glaspalast in Sindelfingen statt. Im Vorfeld brachte Dirks verunglückter Arbeitseinsatz unsere Planung etwas durcheinander. Eigentlich war die Anreise am Freitag geplant, um ausgeschlafen und relaxt Samstagmittag zu starten, doch zu dieser Zeit befand sich mein toller Mann noch im Krankenhaus. Otti erklärte sich netterweise bereit, mich zu begleiten. Also Samstag früh mit genügend Zeitpuffer im Gepäck rauf auf die Autobahn – weil man ja nie weiß – aber alles easy, kein Problem mit Stau etc.
Am Glaspalast angekommen habe ich gleich mal 2 Cent gefunden und dachte, es sei ein gutes Omen. Erst im Nachhinein habe ich mich an die Bezirksliga erinnert, da hatte ich auch 2 Cent gefunden...
In der heiligen Halle gleich ein paar bekannte Gesichter getroffen. Jana, meine Gegnerin auf der BM um Bronze war freitags angereist und voll im Stau gestanden, da hatten wir ja Glück. Nach kurzem Rundgang über die Verkaufsstände und einer körperlichen Stärkung bekam ich einen Shoppingzwang per Telefon: Ich soll mir doch so ein babyblaues DM T-Shirt kaufen, auch wenn es nicht meine Farbe ist. Dirk würde bezahlen (ich warte immer noch auf das Geld), aber ja, er hat ja recht: auch wenn es nur im Schrank liegt ist es doch eine tolle Erinnerung.
Bogenaufbau, Scheibe checken, alles wie immer. Moment, warum steht auf B den so ein Stehhocker?! Nach einem kurzen Blick in die Runde war klar, dass der Hocker zu einer jungen Frau mit Unterschenkelprothese gehört. Wow - krass, wie lebenslustig und quirlig Flora ist. Und seit sie im Frühjahr 2023 die Prothese hat, ist sie auch wieder mobil! Spannend war auch, dass sie grade aus Afrika von einem 70 Meter Para-Event – schwupp – auf die DM Halle anreiste, ohne vorher nochmal 18 Meter geschossen zu haben. Aber den Profis reichen ja leicht vier Einschiesspassen. Lach.

Die Aufregung vor dem Start des Turniers hielt sich wirklich in Grenzen. Ab Mitte des ersten Durchgangs wurde das „verkopft“-sein immer mehr und die Zweifel an meiner eigenen Leistung wollten auch nicht schweigen. Im zweiten Durchgang dann die Frage ob ich meinen Schuss weiter falsch machen soll (wusste aber nicht was ich ändern sollte), oder weiter dranbleiben in der Hoffnung, dass es nicht noch schlechter wird. Schön zu sehen wie Flora nach jeder Passe ihre Pfeile aus dem Gold zieht und strahlt – ich kann das doch auch! Also weiter versuchen wieder den richtigen Schuss zu fühlen. Bei meinen letzten drei Pfeilen hatte ich meinen Schuss wieder und konnte dann zumindest mit der Erkenntnis, dass man nie auslernt und dem 20. Platz in meiner Klasse die Heimreise antreten.
Kleine Kuriositäten am Rande: Im zweiten Durchgang meinte Flora nach einer 9 – 9 – 9, dass sie in Afrika gelernt hätte, dass sie damit eine „deutsche Passe“ geschossen hat. Hä? Wieso? Nine, Nine Nine? Achso: Nein, Nein, Nein – lustig die Afrikaner...
Gegen Ende des Turniers und mitten in einer laufendes Passe gab es noch ein lautes Hupen von der Ampel und somit das Signal zum Stopp! Hä? Zum Glück war ich nicht dran, aber Zeit war doch noch genug, oder?! Einige verdutze Blicke von der Schießlinie. Was ist los? Menschliches Versagen? Ist die Ampelaufsicht eingeschlafen? Nein! Todesmutig hinter den Scheiben und zum Glück auch hinter dem Fangnetz waren Feuerwehrleute zu erkennen. Die Jungs hatten keine Eile und dann kam auch schon die Durchsage, dass kein Grund zur Panik bestünde und man alles kontrollieren würde. Das Bogenvolk hat eh die Ruhe weg. Nach 10 Minuten und Entwarnung konnte dann der letzte Pfeil für AB in dieser Passe geschossen werden. Meine Vermutung für den Einsatz liegt bei zu vielen frisch gebackenen Waffeln durch die Veranstalter, denn als ich meinen Frust mit so einer Leckerei bekämpfen wollte, war bereits alles ausverkauft! Also haben wir auf dem Rückweg Ottis Auto mit Honigkeksen vollgebröselt.
Danke an alle Ausrichter, Helfer, Organisatoren, mitgereiste Trainer plus Fans und Familie (Anita, Wolfi und Otti), die dieses tolle Ereignis mitgestaltet haben und durch die diese tolle Location mit Leben gefüllt wurde. Ganz besonderer Dank an die Feuerwehrleute, gut das es Euch gibt!
(VK – 24.03.24 – Ergebnisse)
Hinein ins Gewimmel
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Dass das PSV-Indoor, welches in diesem Jahr bereits zum 15. Mal wiederholt wurde, ein Teilnehmer-Magnet ist, hat sich in den letzten Jahren schon überdeutlich gezeigt. So konnten die PSVler auch in diesem Jahr wieder mit vollen Startlisten auftrumpfen und 2 Hallen für die Schützen bereitstellen. Auch bei den Tassilos gilt das Turnier traditionsgemäß als Abschluss der Hallensaison - zumindest für diejenigen, die NICHT an der DM teilnehmen. Entsprechend wurde das Turnier Tassilo-intern stark "vermarktet", so dass wir immerhin 23 (!) Schützen angemeldet hatten, von denen am Ende leider krankheitsbedingt "nur" 18 antreten konnten - allesamt in der Vormittags-Gruppe.
Die etwas jüngeren Teilnehmer fanden sich in der großen, der "neuen" Halle ein, die natürlich bereits jeder z. B. von der BZM kannte. Die "alten Säcke", die sich darüber hinaus auch noch für die 40er Auflage entschieden hatten, sammelten sich dagegen in der etwas kleineren, sonnendurchfluteten Ludwig-Jall-Halle.
Die beiden Durchgänge am Vormittag verliefen größtenteils reibungslos - von ein paar kleinen Holperern bei der Ampelsteuerung in der kleinen Halle mal abgesehen. In der Pause zwischen den Durchgängen zeigte sich das gewohnte Bild: unzufriedene Gesichter, ratlose Mienen, Achselzucken und sogar der eine oder andere Fäkalverbalismus wohin man blickte, bzw. hörte. Wobei sich wiedermal herausstellte, das diese genannten Merkmale nur teilweise ernstzunehmen sind, da die Person mit dem unzufriedensten Gesichtsausdruck am Ende des 2. Durchgangs einen 1. Platz belegte! Namen werden natürlich keine genannt!
Im Nu waren jedenfalls die beiden Vormittagsdurchgänge beendet und die Tassilos trafen sich zum obligatorischen Gruppenbild! Danach wurden die Ergebnisse beurteilt und gemutmaßt, in wie weit sich die Platzierung durch die Nachmittagsgruppe noch verändern würden. Ein Teil der Starter nutzte noch das hammermäßige Verpflegungsangebot für eine kleine Stärkung, verbunden mit einer gemeinsamen Manöverkritik.
Wie immer hat der PSV ein Super-Turnier auf die Beine gestellt - vielen Dank an die Organisatoren und die vielen, vielen Helfer.
Persönliche Ergänzung des Verfassers: lange hat es gedauert, bis ich mich dazu entschlossen hatte, endlich auch wieder aktiv in den Bogensport einzusteigen und natürlich auch an Turnieren teilzunehmen. Und was würde sich als "Premiere" (abgesehen von einem internen Probedurchlauf bei unserem 2. Tassilo UV.Cup) hierfür besser eignen als das PSV-Indoor? Was mich betrifft, wurden meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Gemeinsam mit den Vereinskollegen und vielen, vielen anderen bekannten Schützen an der Schießlinie stehen, Small-Talk zwischen den Passen, Hallo hier, Servus da, gemeinsame Trefferaufnahme an der Scheibe und am Ende noch ein passables, dem Trainingspensum entsprechendes Ergebnis. Erst wenn man wieder dabei ist, weiß man, was einem gefehlt hat! Und damit behaupte ich einfach mal, dass ich am gestrigen Tag der zufriedensten Tassilo gewesen bin!
(SO - 03.03.2024 - Ergebnisse Einzel - Ergebnisse Team Recurve - Ergebnisse Team Jugend/Junioren - Ergebnisse Team Schüler - Ergebnisse Team Compound)
Alle ins Neongelb!
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So hieß es gestern wieder in der Halle der Tassilo Schützen! Bine & Manfred hatten zum 2. Tassilo UV-Cup geladen – und 24 willige Tassilenen und Tassilos folgten dem Ruf.
Mit den Erwachsenen ging es am Vormittag los. Da gab es teils viel Geheimnistuerei, so manches UV-Outfit wurde erst in letzter Minute vor dem Start enthüllt! Und was zum Vorschein kam, war wirklich sehenswert! Vom kreisch-orangefarbenen Pailletten-Hut plus passendem „Frontallappen“ am Stabi bis zur kunstfertig selbstgemalten Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch war alles Mögliche geboten.
Nachdem alle Outfits bewundert und für die spätere Abstimmung über die Vergabe des Cups abgelichtet waren, ging es los. Diesmal schienen viele Schützen von den veränderten Lichtbedingungen gar nicht wirklich beeinflusst, routiniert und zügig wurde Passe um Passe abgespult. Manch einer beschloss aufgrund der guten Ergebnisse sogar, zukünftig nur noch bei Schwarzlicht zu schießen! (Anmerkung der Veranstalter: Wir behalten uns vor, die äußeren Bedingungen im nächsten Jahr etwas zu modifizieren, um wieder etwas mehr Spannung ins Geschehen zu bringen!).
Nachdem die Vormittagsgruppe ihre Turnierrunde absolviert hatte und geehrt worden war, ging es für die Crew zu einem schnellen Mittagessen – und schon traten die ersten unserer Kids und Jugendlichen bzw. Junioren auf den Plan. Im Gegensatz zur Vormittagsgruppe (da geht noch mehr, Leute!) brachten viele auch noch süße und salzige Leckereien mit, dafür ein besonderes Dankeschön!
Auch bei den Kids war die Kreativität ausgebrochen, UV-aktives Klebeband zierte nahezu alle Bögen, Stabis und Outfits, dazu wurde noch vor Ort mit UV-Tattoo-Aufklebern und Schminkstiften letzte Hand angelegt. Das ging so weit, dass Bine einen Großteil der Mädels aus den Waschräumen im Untergeschoß scheuchen musste, damit alle Teilnehmer abgelichtet und das Turnier endlich gestartet werden konnte!
Die jugendlichen Tassilenen und Tassilos kamen im Schwarzlicht ganz gut zurecht und hatten ihren Spaß an der bunten Dunkelheit.
Am späten Nachmittag waren auch hier die Plätze verteilt, Urkunden und Plaketten ausgegeben und unsere jungen Schützen trollten sich zufrieden nach Hause. Bald danach konnten auch die Veranstalter raus ins Licht der (leider schon untergehenden) Sonne. Wir (Bine & Manfred) danken Vroni, Dirk, Peter und – last but not least – „The Boss“ Otti für die Hilfe und Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung, fürs Flöhehüten und Coachen, fürs „Schießleiten und Kampfrichten“ (Dirk – he’ll be back!), fürs Auswerten (Peter! Beschter!) und fürs Aufräumen. Wir haben wieder viel dazu gelernt und werden uns bemühen, mit all diesen Erkenntnissen im nächsten Jahr einen noch besseren UV-Cup auszurichten!
Der Gewinner des UV-Cups für das beste Outfit wird nach Ende der Abstimmung veröffentlicht!
(SG - 25.02.2024 - Ergebnisse Gruppe1 - Ergebnisse Gruppe 2 - Fotogalerie)
Let’s go, Tassiloooo!
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Mit einem ganzen Sack Fans machten sich Schützen und Betreuer der Oberliga dieses Mal auf den Weg nach Langenpreising. Es galt, den Aufstieg in die Bayernliga fix zu machen! Selbst der Tassifant reiste mit seinem neuen Equipment an, um im Notfall eingreifen zu können!
Aber wie sich herausstellte war für unsere drei Helden Vroni, Sherif und Robin kein Ersatz nötig. Souverän und mit beeindruckenden Ringzahlen strichen sie Sieg um Sieg ein, dass alle nur so schauten:
216:190 gegen den USC
222:171 gegen Marktoberdorf
223:207 gegen Grabenfleck
217:197 gegen Waldtrudering
Damit stand der Aufstieg zu Beginn der Pause bereits fest – wobei wir eigentlich aufgrund der höheren Ringzahl schon nach dem 3. Match selbst bei Punktgleichstand uneinholbar waren. Team und Fans mussten nach dieser aufregenden ersten Hälfte erstmal wieder zu Kräften kommen (Stichwort Lachssemmel), bevor es dann Schlag auf Schlag weiterging:
225 (Tagesbestwert über alle Teams!):207 gegen Gartenstadt Trudering
216:209 gegen Germering
Der Jubel der Fans kannte keine Grenzen, und es muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass diese Siege auch der grandiosen Cheerleader-Performance diverser Ersatzschützen und Fans zu verdanken waren. Die PomPon-Bändchen flogen nur so durch die Halle, und mit „Loooos, Robin!“, „Auf geht’s, Vroni!“ und „Yallah, Sherif!“ bekam jeder Schütze den passenden Motivationsruf mehr stimmgewaltig als schön auf die Ohren.
Der guten Stimmung tat auch der kleine Wermutstropfen keinen Abbruch, dass das letzte Match gegen den direkten Verfolger PSV mit 214: 215 denkbar knapp verloren ging. Unterm Strich war das also ein äußerst erfolgreicher Tag für unser Team, und nach der Siegerehrung machten sich glückliche und gleichermaßen erschöpfte Schützen und Fans auf den Heimweg.
Ein Dank geht an die Liga-Leitung und an die Langenpreisinger, die immer wieder ihre Halle zur Verfügung stellen und perfekt für das leibliche Wohl sorgen. Damit kein Lachs-Semmel-Defizit entsteht wurden diesmal sogar extra für uns noch Semmeln nachgekauft! Ein besonderes Dankeschön dafür - wir wissen das sehr zu schätzen!
(SG - 17.02.2024 - Ergebnisse - Schießzettel)
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