Tassilo Overlay

2026 KKT GruppenbildIn diesem Jahr machte sich nur eine kleine Abordnung von fünf Tassilos und einer Tassiliene auf den Weg nach Ismaning zum Krautkopfturnier. Der Stimmung in der Truppe tat das natürlich keinen Abbruch.

Bei der Begrüßung erklärte der Ismaninger Bürgermeister, warum der Krautkopf, den jeder Teilnehmer am Ende mit nach Hause nimmt, etwas ganz Besonderes ist. Dieser schafft es sogar bis auf die Wiesn und wird dort in den Karten einiger Festzelte eigens als „Ismaninger Kraut“ beworben!

Und weil Wissen ja nie schaden kann, passt an dieser Stelle ein kurzer Blick auf das Kraut, um das sich dieses Turnier dreht: Das Ismaninger Kraut ist eine jahrhundertealte, eigenständige Weißkohl-Variante aus Ismaning bei München (erstmalig erwähnt im Jahre 1509 und seither unverändert), die sich durch ihre enorme Größe von bis zu 10 Kilogramm pro Kopf, ihre charakteristische, flachrunde Form und einen außergewöhnlich mild-süßen, zarten Geschmack von handelsüblichen Sorten unterscheidet. Im Jahr 1900 wurde es auf der Pariser Weltausstellung sogar mit einer Goldmedaille als „bestes Kraut der Welt“ ausgezeichnet.

Zurück zum Turnier: der Bogenaufbau und die ersten Probepassen fanden noch bei feuchter Luft statt, doch zum Wettkampfstart ließ sich die Sonne blicken. Für den Rest des Tages wurde es auf dem Bogenplatz kuschelig warm. Danach nahm das Turniergeschehen seinen ganz normalen Lauf: veränderte Visiereinstellungen mit überraschenden Ergebnissen hier, Treffer auf der falschen Scheibe da, dazu Lachen, Kopfschütteln, wandernde Nockpunkte, Sehnenstand messen und feststellen, dass der korrekt ist und damit leider keine Erklärung für das Trefferbild liefert ... also alles wie immer.

Ruckzuck waren beide Durchgänge geschossen, und schon hallte der verdiente Applaus, den wir Schützen uns selbst spenden („Jawoll, überstanden und geschafft.“) und natürlich für die Ismaninger Bogenschützen für ein tolles Turnier über den Bogenplatz.

Nachdem die Ergebnislisten veröffentlicht waren, durften wir mit Freude feststellen, dass es zwei von uns aufs Stockerl geschafft haben.

Platz 2 Jugend Recurve, Tim Cordes, 568 Ringe
Platz 3 Master Recurve, Dirk Suppes, 605 Ringe

Glückwunsch und volles Gratulat! Und auch unsere anderen Vier konnten mit guten Ergebnissen und wichtigen Erkenntnissen die Heimreise antreten.

Einziger Wermutstropfen, der nicht unerwähnt bleiben darf, ist, dass wir bereits zum zweiten Mal in dieser Saison unseren Tassifanten zu Hause in der Bogenhütte vergessen haben. Da muss man sich über manch missglückten Pfeil nicht wundern! Am Nachmittag standen noch die Mixed-Finals auf dem Programm. Die haben wir allerdings ausgelassen und sind nach Hause gefahren – schließlich müssen die Krautköpfe verarbeitet werden 😁

Vielen Dank an die Ismaninger Bogenschützen, die wieder einmal ein rundherum gelungenes Turnier auf die Beine gestellt haben! Im nächsten Jahr heißt es für uns: früh anmelden, damit wir auf alle Fälle einen Startplatz für das Jubiläumsturnier bekommen.

(DS – 30.08.2026 – Ergebnisse)

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