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Auch heuer waren wir Tassilos wieder mittendrin statt nur dabei und es war - wie in den vergangenen Jahren auch - wieder ein absolut tolles Erlebnis.
"Wir", das waren in diesem Jahr unser 2026er Kugelschützenkönig Toni samt seinen Lieserln Christine und Sarah und ich als 2026er Bogenschützenkönig samt meinen Lieserln Julia und Vroni. Und natürlich durfte auch unsere Fahnenabordnung mit Maxi und Robert nicht fehlen.
Nachdem wir um 9 Uhr unsere wieder sehr schön geschmückten Blumenbögen und unsere „Winkesträußchen“ am Arabellapark in Empfang genommen hatten, ging es zügig mit der U-Bahn Richtung Lehel. Dort angekommen, ging es ab auf die Maximiliansbrücke, unseren Aufstellungsort. Als wir vor Ort waren, lief der erste Teil des Zuges schon. Wir wussten aber, dass wir nicht in Panik ausbrechen mussten, da sich unser Teil des Zuges wieder erst so gegen 11 Uhr in Bewegung setzen würde. Also gemütlich die Aufstellung finden, Fahne herrichten, Königsketten anlegen und langsam fertig machen für den Abmarsch – königliche Gelassenheit will schließlich gepflegt werden.
In diesem Jahr wurde die Kleiderordnung wieder etwas strenger kontrolliert, und so hieß es für die Könige: Lederhose, Trachtenhemd, Krawatte, Janker und natürlich Hut. Für die Lieserl: Dirndl, entsprechend passendes Schuhwerk und Hut und für die Fahnenträger: Anzughose, Trachtenhemd, Krawatte und Hut. Bei den Temperaturen und den vor uns liegenden Strecke eine kleine Herausforderung, die man aber wirklich gerne in Kauf nimmt. Denn: Als es um kurz nach 11 Uhr dann losging, war die Stimmung an der Strecke wieder sensationell. Wo erlebt man es heutzutage noch, dass ausnahmslos jede:r, der am Straßenrand steht und den Umzug verfolgt, gut gelaunt und lachend dort steht, grüßt oder zurückgrüßt, wenn er aus dem Zug heraus mit einem lauten „Servus“ angesprochen wird.
Ein Erlebnis, das immer wieder faszinierend ist und bei dem man einfach nur glücklich und dankbar ist, dass man das als Teilnehmer erleben darf (!). 
In diesem Jahr waren wir auf der sieben Kilometer langer Strecke sehr zügig unterwegs, und so waren wir bereits nach gut 1 ½ Stunden an der Wiesn angekommen – für eine königliche Reise beinahe rekordverdächtig. Jetzt nix wie ins Zelt und erst mal zur Abkühlung ein paar Kaltgetränke zu sich nehmen, wobei die erste Maß eigentlich immer in Sekundenschnelle verdunstet bei dem Durst, den man hat, wenn man die Strecke bei solchen Temperaturen bewältigt hat. Irgendwann neigte sich unsere Tischreservierung dann dem Ende zu, und wir haben uns, teilweise schmerzenden Fußes, aber glücklich auf den Heimweg gemacht.
An der Stelle noch ein Dankeschön an die „Zeltcrew“ der Tassilos für das Freihalten der reservierten Tische, namentlich Thomas, Hubert nebst Frau, Bine und Marc. Den beiden Letztgenannten noch zusätzlich ein dickes Danke für die Unterstützung in der Zugaufstellung und beim Anlegen der Königsketten.
Ach so, ins Fernsehen haben wir es auch wieder geschafft. Vroni, Julia und ich waren sehr gut zu erkennen, und unsere Fahne hatte quasi einen Soloauftritt. Saustark, denn das muss man auch erst mal schaffen 😃
(DS – 30.09.2026)
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Zum mittlerweile 6. Mal (in voller Besetzung immerhin schon zum 2. Mal) trafen sich die Tassilo Biker, um 4 Tage lang Straßen und Gebirgspässe unsicher zu machen. In voller Besetzung heiß konkret: Max, Manfred, Hubert, Michi, Dirk und meine Wenigkeit (Otti). Bereits seit 2021 übernehme ich selbst dabei alle organisatorischen Aufgaben, wie Terminabstimmung, Tourplanung, Hotelbuchung, usw. Allerdings ist es mit den Tassilo Bikern auch (meist) das reinste Vergnügen, den alles funktioniert so unkompliziert, wie man es sich nur wünschen kann.
Nach der letztjährigen Tour in Südtirol, war das Ziel der Wünsche das Friaul (Friaul - Julisch Venetien), genauer gesagt die Region Karnien. Das Gebiet liegt im äußersten Nordosten Italien in der Provinz Udine. Zentralort ist Tolmezzo. So viel zu den harten Fakten.
2022 suchten wir diese Region bereits einmal auf, allerdings in kleinerer Besetzung. Dies und die Tatsache, dass das Gebiet fast ein unerschöpfliches Angebot an Traumstrecken aufweist, erleichterten uns die Wahl. Mir selbst als Planer der Etappen macht es das allerdings nicht unbedingt leichter, denn die Herausforderung ist, diese Riesenpalette in den wenigen Tourtagen unterzubringen. Ein echtes Luxusproblem.
Die Anreise hielt ich dieses Mal relativ kurz, die Route über Kitzbühel, Mittersill, Felbertauerntunnel und Plöckenpass sollte die Crew nicht zu sehr fordern. Da es nach den ersten Kilometern gleich mal zu regnen begann (zum Glück nur bis Kitzbühel), ließ uns Schlimmeres befürchten. Denn schon 2022 war der Regen unser täglicher Begleiter im Friaul. Aber nein - dieses Jahr hatte Petrus ein Einsehen mit uns und lieferte fast ausschließlich Traumwetter.
Am 2. Tag lieferte ich den Jungs eine wahre Kurven- und Kehrenorgie, so dass ich am Abend den Eindruck hatte, es sei für alle genug gewesen. Panoramica delle Vette, Lago di Sauris, Passo di Monte Rest - um nur ein paar Highlights zu nennen - waren unsere Stationen. Einer der großen Pluspunkte des Friaul ist, dass es bei Weitem nicht so überlaufen ist, wie beispielsweise Südtirol. Das wirkt sich nicht nur auf dem Fahrspaß aus, sondern teilweise auch auf die Preise. Bei unserer Unterkunft war das zwar weniger spürbar, dafür bot sie uns aber auch hervorragende Verpflegung und ordentliche Zimmer.
Tourtag 3 führte uns unter Anderem nach Slowenien, zur höchsten Straße des Landes, zur Mangartstraße. Da ich diese fast schon künstlerisch in die Landschaft und die Felsen gesprengte Trasse bisher leider nur bei dichtem Nebel erleben durfte, war ein erneuter Besuch sozusagen Pflicht! Und auch hier hatten wir heuer Traumbedingungen. Das Panorama ist überwältigend. Nur säckeweise überforderte Autofahrer trübten den Spaß ein wenig, aber auch hier heißt es: nimm es positiv - langsam fahren bedeutet auch mehr Zeit haben um die Landschaft zu genießen!
Ehe wir uns versahen, war auch schon der Tag der Heimreise gekommen. Wir einigten uns am Vorabend, die Route über das Pustertal und den Brenner zu nehmen, auch wenn diese deutlich weiter ist. Aber so konnten wir die Tour, die Strecke und nicht zuletzt die Landschaft noch einmal so richtig auskosten.
Leider erwischte uns in der Gegend Krün/Wallgau noch einmal ein satter Wolkenbruch. Aber es gibt Dinge, die muss man nehmen wie sie sind! Dazu kam dann auch noch die Sperrung der Passage Walchensee/Jachenau, was uns einen Umweg im Regen bescherte. Und dann passierte es leider tatsächlich noch kurz vor dem Ende der Tour, dass die Gruppe kurz auseinanderbrach - nachdem es mehrere hundert Kilometer lang perfekt funktioniert hatte. Zurückblickend überwogen aber in jedem Fall die positiven Aspekte.
Fazit: schöner 4-Tages-Trip bei fast perfekten Bedingungen. Viel Spaß in der Gruppe - tagsüber UND abends. Traumhafte Straßen und Pässe. Gutes Essen. Guter Wein. Weiterhin noch ausbaufähiges Potenzial was das Fahren in der Gruppe betrifft!
Nun bleibt für mich die (gerne wahrzunehmende) Aufgabe, die Planung für das nächste Jahr zu beginnen! Die Planung beginnt: JETZT! Ich hab' da vielleicht schon eine Idee...
(SO - 24.09.2026)
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Die Oberliga-Saison startet für uns Tassilos typisch damit, dass Schützinnen oder Schützen ausfallen. Für diesen Wettkampftag war es Vroni, die auf Grund einer Verletzung nicht zur Verfügung stand. Haben uns Ausfälle früher noch Schweißperlen auf die Stirn getrieben, sehen wir das heute völlig gelassen und nehmen es so, wie es ist. Es sind ja mit Sherif, Eyad, Julian und mir am Ende vier Schützen für den ersten Ligatag vorhanden. Des Weiteren waren noch Wolfi, also Coach, und Vroni als Einpeitscherin und Kampfrichter-Helferin – kurzfristig vor Ort verpflichtet – in Langenpreising anwesend.
So ein erster Wettkampftag ist immer eine kleine Wundertüte: wie wird der Start verlaufen? Wie stark sind die anderen Mannschaften? Wie kommt man in den Wettkampf rein? Wer hat eine gute Tagesform und schießt stabil?
Fragen über Fragen.
Um es kurz zu machen: es lief für uns so weit okay, wir haben in wechselnden Konstellationen geschossen und alle unsere Leistung (mal mehr, mal weniger) entsprechend abrufen können. Auch wenn bis auf Sherif jeder von uns mal einen Buchstaben statt einer Ringzahl geschossen hat, stehen wir am Ende des ersten Wettkampftages mit drei Unentschieden, einer Niederlage und drei Siegen auf einem guten dritten Rang.
Wir wissen, dass wir noch ein wenig Luft nach oben haben. „Vielleicht würde ein klein wenig mehr Training helfen?“ war eine gern gestellte Frage der Tassilos an diesem Tag. Aber auch die anderen Mannschaften werden an den kommenden Wettkampftagen sicherlich noch eine Schippe drauflegen.
Danke an unseren Coach Wolfi, der es an diesem Tag nicht immer leicht mit uns hatte (Deine Nerven möchte ich nicht haben). Danke an Vroni fürs Anfeuern und die verbalen „Hilfestellungen“, wenn die Schüsse mal nicht ganz so gut waren. Und insgesamt ein Dankeschön an alle Beteiligten Vereine, alle Helferinnen, Helfer und Martin als Kampfrichter für einen tollen Wettkampftag. Wir hatten Spaß und freuen uns schon auf den nächsten Wettkampftag der Oberliga am 28.11., ebenfalls wieder in Langenpreising.
(DS – 26.10.2026 – Ergebnisse)
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Am vergangenen Wochenende ging die Deutsche Meisterschaft WA720 in Wiesbaden über die Bühne. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Qualifikationsrunde auf dem Sportplatz Kleinfeldchen ausgetragen, während die Finals in der Finalarena vor der beeindruckenden Kulisse des Kurhauses stattfanden.
In diesem Jahr hatten es drei von uns Tassilos geschafft, sich für die DM zu qualifizieren.
Den Anfang machte am Freitag Tim in der Jugendklasse. Vroni und ich konnten leider nicht vor Ort sein und verfolgten den Wettkampf daher per Liveticker auf Bogenfax – unterwegs auf der Autobahn. In der ersten Passe sahen wir eine „45“, und auch die folgenden Passen lagen in einem ähnlichen Bereich. Das kam uns komisch vor, denn Tim schießt normalerweise stabil mehr Ringe. War es Nervosität, obwohl er ja schon die DM in der Halle geschossen hatte? War auf dem Platz vielleicht viel Wind? Wir konnten es uns nicht erklären. Die Auflösung bekamen wir am Samstag von Tim. Er kam extra noch einmal zum Wettkampffeld, um uns für unsere anstehenden Wettkämpfe alle ins Gold zu wünschen. Danke!
Mit seiner Zustimmung darf ich die Geschichte erzählen. Also, was war passiert? Tim hatte in der ersten Passe schlicht nur fünf Pfeile geschossen. Danach war er ganz entspannt von der Schießlinie gegangen und trotz Pfeilsortierung im Köcher felsenfest davon überzeugt, alle sechs Pfeile geschossen zu haben. Als es ihm dann doch auffiel, war es zu spät. Ein Fauxpas, der wahrscheinlich nur alle Jubeljahre vorkommt – und Tim in seiner Bogenschieß-Karriere wahrscheinlich nie wieder passieren wird. Danach war die Konzentration flöten, und trotz Unterstützung durch unseren Bezirkstrainer Andi Blaschke sowie der Betreuung von Kerstin und Rainer vom TSV Waldtrudering lief es einfach nicht mehr rund. Als er uns davon erzählte, konnte er aber schon wieder lachen.
Trotz allem: starke Leistung, Tim! Du hast dich wieder für die DM qualifiziert und gehörst damit zu Deutschlands Besten in deiner Klasse. Erfahrung mitnehmen, Mund abputzen, Blick nach vorne richten und auf die kommenden Aufgaben fokussieren!
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Kerstin und Rainer für das Coaching. Es ist schön zu sehen, wie man sich in unserem Bezirk vereinsübergreifend unterstützt.
Weiter ging es am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und bestem Wetter mit Vroni in der Damenklasse. Was soll ich schreiben? Wenn man Vroni dazu fragt, antwortet sie wahrscheinlich: „Am besten nix.“ Schon das Einschießen war durchwachsen, und im Wettkampf wurde es nicht wirklich besser. Viel Kopfschütteln, viel Frust über das Trefferbild. Der Coach war weitgehend ratlos, denn der Grund dafür ließ sich nicht wirklich ausmachen – zumal es in den Trainings davor gut gelaufen war. Auch der berühmt-berüchtigte Ohrenkneifer von Andi Blaschke, der in solchen Situationen sonst immer hilft, blieb diesmal ohne Wirkung. Was war da los? Man weiß es nicht. Am Ende wurde es nichts mit der angepeilten Finalrunde, und selbst die wirklich leckere Frust-Nutella-Waffel nach Wettkampfende konnte die Laune nicht heben.
Für mich gilt hier dasselbe wie bei Tim: starke Leistung! Wer sich für die DM qualifiziert, gehört zu den besten Schützinnen Deutschlands in dieser Klasse. Erfahrung mitnehmen und den Blick nach vorne richten.
Am Nachmittag nutzten wir die Gelegenheit und fuhren in die Finalarena, um uns die Compound-Finals der Damen und Herren anzuschauen. Das sieht im Livestream schon klasse aus – vor Ort ist es noch einmal beeindruckender. Stark, was der DSB da auf die Beine stellt!
Am Sonntag durfte ich dann ran. Die Wettervorhersage war durchwachsen; laut den gängigen Wetterapps sollte es eigentlich erst am Nachmittag regnen. Eigentlich ... aber dazu gleich mehr. Erst einmal entspannt ankommen, Bogen aufbauen und die bekannten Schützen begrüßen. Cool war, dass Rafal und Jens vom SCU Germering meine direkten Scheibennachbarn waren und wir es uns nebeneinander unter den Zelten gemütlich machen konnten. Aber zum Gemütlich machen sind wir ja nicht hier. Also: auf in den Wettkampf. Die Probepfeile liefen gut, und auch der Start gelang. Beim Auswerten der ersten Passe teilte mir ein Mitschütze meiner Scheibe mit, dass er beim Nach-vorne-Laufen versehentlich meinen Bogen umgeworfen habe, es aber nichts passiert sei. Beim Zurücklaufen winkte meine Coachin Vroni allerdings energisch und sagte: „Ich denke, dein Visierpin ist gebrochen, ich hab schon mal alles zum Wechseln zurechtgelegt.“ Und tatsächlich: Der Pin war gebrochen und der Korntunnel leicht verbogen. Aber jetzt musste ich erst einmal meine zweite Passe schießen – das musste also so gehen. Mit einer „50“ funktionierte das einigermaßen gut. Direkt nach den sechs Pfeilen hieß es dann: Visier abschrauben und mit Vronis Unterstützung den Pin tauschen; die kleine Biegung des Korntunnels musste bleiben. Memo an mich selbst: Unbedingt einen Ersatz-Korntunnel ins Equipment packen! In der dritten Passe wurde mir noch eine Nocke zerschossen – der Pfeil blieb glücklicherweise heil –, also wurde auch die entspannt ausgetauscht. Danach passierte im Wettkampf nichts Größeres mehr, abgesehen vom Regen im ersten Durchgang. Das Wetter konnte sich nicht so richtig entscheiden: Regen, Sonne, wieder Regen. Bei mir lief es bei allen Wetterlagen gut, auch wenn ich wahrscheinlich als einziger der anwesenden Schützinnen und Schützen nichts gegen noch mehr Regen gehabt hätte 😅
Auch wenn ich mich bei Wettkampfende kurz über meine letzte Passe geärgert habe, weil ich mir damit eine Drittel-Medaille versemmelt habe, war ich insgesamt total happy. Ich durfte wieder bei der DM dabei sein, meine Scheibe war klasse, und auch das ganze Drumherum hat einfach gepasst. Und meine Coachin hat ihren Job super gemacht – deutlich besser als der Coach bei ihr am Samstag.
Ein großer Dank geht an den DSB, die Kampfrichter, die Crew hinter den Kulissen sowie an alle Helferinnen und Helfer, die dazu beigetragen haben, dass wir wieder eine tolle DM erleben durften. Ohne diesen Einsatz wäre so ein Event nicht möglich.
Das war es – damit geht die diesjährige Outdoor-Saison zu Ende. Bei einem kurzen Blick zurück lässt sich festhalten: Bei uns war wieder einiges geboten, und wir Tassilos können die Saison durchaus als erfolgreich bezeichnen.
(DS – 14.09.2026 – Ergebnisse)
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In diesem Jahr machte sich nur eine kleine Abordnung von fünf Tassilos und einer Tassiliene auf den Weg nach Ismaning zum Krautkopfturnier. Der Stimmung in der Truppe tat das natürlich keinen Abbruch.
Bei der Begrüßung erklärte der Ismaninger Bürgermeister, warum der Krautkopf, den jeder Teilnehmer am Ende mit nach Hause nimmt, etwas ganz Besonderes ist. Dieser schafft es sogar bis auf die Wiesn und wird dort in den Karten einiger Festzelte eigens als „Ismaninger Kraut“ beworben!
Und weil Wissen ja nie schaden kann, passt an dieser Stelle ein kurzer Blick auf das Kraut, um das sich dieses Turnier dreht: Das Ismaninger Kraut ist eine jahrhundertealte, eigenständige Weißkohl-Variante aus Ismaning bei München (erstmalig erwähnt im Jahre 1509 und seither unverändert), die sich durch ihre enorme Größe von bis zu 10 Kilogramm pro Kopf, ihre charakteristische, flachrunde Form und einen außergewöhnlich mild-süßen, zarten Geschmack von handelsüblichen Sorten unterscheidet. Im Jahr 1900 wurde es auf der Pariser Weltausstellung sogar mit einer Goldmedaille als „bestes Kraut der Welt“ ausgezeichnet.
Zurück zum Turnier: der Bogenaufbau und die ersten Probepassen fanden noch bei feuchter Luft statt, doch zum Wettkampfstart ließ sich die Sonne blicken. Für den Rest des Tages wurde es auf dem Bogenplatz kuschelig warm. Danach nahm das Turniergeschehen seinen ganz normalen Lauf: veränderte Visiereinstellungen mit überraschenden Ergebnissen hier, Treffer auf der falschen Scheibe da, dazu Lachen, Kopfschütteln, wandernde Nockpunkte, Sehnenstand messen und feststellen, dass der korrekt ist und damit leider keine Erklärung für das Trefferbild liefert ... also alles wie immer.
Ruckzuck waren beide Durchgänge geschossen, und schon hallte der verdiente Applaus, den wir Schützen uns selbst spenden („Jawoll, überstanden und geschafft.“) und natürlich für die Ismaninger Bogenschützen für ein tolles Turnier über den Bogenplatz.
Nachdem die Ergebnislisten veröffentlicht waren, durften wir mit Freude feststellen, dass es zwei von uns aufs Stockerl geschafft haben.
Platz 2 Jugend Recurve, Tim Cordes, 568 Ringe
Platz 3 Master Recurve, Dirk Suppes, 605 Ringe
Glückwunsch und volles Gratulat! Und auch unsere anderen Vier konnten mit guten Ergebnissen und wichtigen Erkenntnissen die Heimreise antreten.
Einziger Wermutstropfen, der nicht unerwähnt bleiben darf, ist, dass wir bereits zum zweiten Mal in dieser Saison unseren Tassifanten zu Hause in der Bogenhütte vergessen haben. Da muss man sich über manch missglückten Pfeil nicht wundern! Am Nachmittag standen noch die Mixed-Finals auf dem Programm. Die haben wir allerdings ausgelassen und sind nach Hause gefahren – schließlich müssen die Krautköpfe verarbeitet werden 😁
Vielen Dank an die Ismaninger Bogenschützen, die wieder einmal ein rundherum gelungenes Turnier auf die Beine gestellt haben! Im nächsten Jahr heißt es für uns: früh anmelden, damit wir auf alle Fälle einen Startplatz für das Jubiläumsturnier bekommen.
(DS – 30.08.2026 – Ergebnisse)
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Die Überschrift hört sich an wie eine Après-Ski-Party, und die Musik, die aus dem Lautsprecher über den Bogenplatz schallte, war, Tassilo-üblich, ordentlicher Rock, der auf keiner Party fehlen darf. Da wir uns aber mitten im Hochsommer befinden, hatten wir zwar kein Après-Ski und keine Party, aber natürlich ordentlich Gaudi.
Also, was war los? Schon seit längerem hieß es immer wieder: „Wir müssten uns mal unseren beiden Hütten widmen; die brauchen dringend einen frischen Anstrich, damit wir noch viele weitere Jahre Freude daran haben.“ Das wurde nun endlich in die Tat umgesetzt!
In der vergangenen Woche wurde mit zwei Hochdruckreinigern der Dreck der letzten Jahre von beiden Hütten entfernt, sowie Farbe und sonstiges Material gekauft. Heute früh fanden sich dann 15 Tassilienen und Tassilos auf dem Platz ein und nach einer kurzen Abstimmung ging es rund. Es wurden Fallrohre, Fenster und Türen abgeklebt, die Schleifmaschinen liefen heiß, der Schleifstaub vom Holz wurde abgesaugt, Pinsel wurden geschwungen und Leitern rauf- und runtergeklettert. Und weil uns das noch nicht genug war, wurde zwischendrin noch schnell beschlossen, unser schönes neues Siegerpodest in sein Winterlager zu fahren.
Da viele Hände auch immer ein schnelles Ende bedeuten, waren wir schon nach 5 (!) Stunden, selbstverständlich unterbrochen von einer vernünftigen Mittagspause, mit allen Arbeiten durch.
Ein riesengroßer Dank an alle fleißigen Helferinnen und Helfer! Von groß bis klein, von jung bis jung geblieben war wieder alles vertreten, und jede/r hat fleißig mit angepackt. Es wurde einmal mehr der Beweis erbracht, dass unser Vereinsleben echt toll ist und auch solch ein Arbeitseinsatz, bei aller Arbeit und Anstrengung, zu einer riesigen Gaudi gemacht werden kann.
Zum Schluss noch ein dickes Dankeschön an Monika K., die mit ihrem „Rennauto“ die komplette Bogenhütte umrundet hat und dabei sämtlichem Unkraut in allen Plattenfugen zu Leibe gerückt ist – mit dem Ergebnis, dass jetzt auch die Platten wieder wie neu aussehen!
(DS – 08.08.2026)
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Die traditionelle Tassilo-Sommermeisterschaft als 900er-Runde stand auf dem Programm, und pünktlich zum Ferienbeginn versammelten sich 32 Schützinnen und Schützen um in insgesamt 9 verschiedenen Klassen anzutreten. Von Einsteigern über Fortgeschrittene bis zu alten Hasen und (natürlich nicht alten) Häsinnen war alles vertreten.
Die Wetteraussichten für den Tag waren je nach verwendeter App durchaus unterschiedlich, aber bis auf einen Blitzeinschlag im Mittelteil schreckt Bogenschützen ja so gut wie gar nichts ab. Erstmal wurde der Platz bereit gemacht, Scheiben auf die richtigen Entfernungen und Pavillons an die Gerätelinie gestellt und Bögen aufgebaut. Die ermittelten Trainingsstände waren leicht abweichend, die Range reichte von dreimal in der letzten Woche bis zu einem Vierteljahr gar nicht. Spannende Voraussetzungen für einen interessanten Wettkampf. So viel sei vorab verraten: alle haben bravourös durchgehalten, auch wenn die persönliche Zufriedenheit - wie bei Bogenschützen üblich - teils überschaubar war.
Nach kurzer Einweisung durch Otti mit allen relevanten Hinweisen, wie z.B. viel trinken, keinen erschießen und Spaß haben, starteten die Aufwärmpassen. Für den Schreckmoment des Tages durfte ich hier gleich selber sorgen. Bei der zweiten Einschießpasse brach beim lösen eine Nocke, die Sehne schnalzte auf meinen Arm (sofort bestens versorgt von Dr. Vroni und Krankenbruder Marc - danke!) und der Pfeil verabschiedete sich zu meinem Scheibenpartner (welcher das aber tiefenentspannt nur zur Kenntnis nahm).
Und dann gings los. Die Ampel souverän über das Handy gesteuert, gab Otti den ersten Durchgang frei. Die ersten Passen wurden routiniert abgewickelt, die Fragezeichen hielten sich hier noch in Grenzen (was sich im weiteren Verlauf des Turniers erwartungsgemäß noch ändern sollte). Zügig war der erste Durchgang abgewickelt, in einer kurzen Verschnaufpause wurden die Scheiben auf die nächsten Entfernungen umgestellt. Hier wurde dann auch von 6-er auf 3-er Passen umgestellt, um die unzähligen im Gold versammelten Pfeile zu schonen. Wer übrigens glaubt, dass eine "interne Sommermeisterschaft" ein entspanntes Trainingsschießen ist, der wurde heute eines Besseren belehrt. Auch im zweiten Durchgang wurde um jeden Pfeil und jede Passe mit voller Motivation und höchster Konzentration gekämpft. Das sah man unter anderem auch daran, dass ich dreimal auf der Nachbarscheibe hospitieren durfte, um eine (manchmal etwas optimistische) Ansage zu verifizieren.
Zwischen zweitem und drittem Durchgang stand die wohlverdiente Mittagspause auf dem Programm, traditionell wieder mit Leberkas und Kartoffelsalat. Als zuckerhaltige Unterstützung für den geistigen Gesamtzustand aller Schützen, standen diverse Kuchen bereit. Eigentlich war es fast mehr Kuchen als Leberkas, aber wer zählt schon so genau.
Im Anschluss mussten die Scheiben noch auf ihre letzte Entfernung gestellt werden, und weiter gings. Mittlerweile bei leicht drückenden 30 Grad, aber immer noch im verträglichen Bereich. Ok, die Scheibe 20 war von der Verträglichkeit eventuell ein klein wenig ausgenommen. Oder wie Vroni es ausgedrückt hat: nach heiß kommt blöd. Wir waren möglicherweise nicht die erfolgreichste Scheibe, aber lustig wars.
Auf der Nachbarscheibe dagegen wurde es zum Schluss hin nochmal richtig spannend. Ein Kampf der Generationen bahnte sich an. Der amtierende Bezirksmeister legte alles in die letzten Schüsse, konnte aber den Überholversuch nicht mehr abwehren. Mit zwei X-ern mehr, wurde Dirk auf den letzten Metern noch von Julian überholt. Ist das schon ein nicht mehr umkehrbarer Generationenwechsel? Oder wird es der Stil-Ikone gelingen, mental zurückzukommen? Schalten Sie nächstes Jahr zur selben Zeit wieder ein.
Die Ampel trötete ein letztes Mal, Wolfi klopfte die letzten Ergebnisse in die Auswertung und Otti versammelte die Meute zur Siegerehrung. Pünktlich fing es dann hier leicht zu regnen an, bis dahin war uns der Wettergott heute aber sehr gnädig. Es gab in allen Klassen teils richtig gute Ergebnisse zu verkünden, was sich auch in so manchem Gesicht auf dem Podium widerspiegelte.
Die Learnings von heute:
• die Ampel macht sich manchmal selbstständig (sagt zumindest der Ampelnde)
• Nocken schauen teilweise besser aus als sie tatsächlich sind
• ein Zehner ist nicht immer ein Zehner
• Schwer zu glauben, aber Scheiben stellen im Team kann durchaus Spaß machen
• Nicht nur jeder Ring ist wichtig, auch jedes X
In Summe mal wieder ein sehr schönes Vereins-Turnier. Gratulation an alle Schützinnen und Schützen, insbesondere an die Einsteiger. Stark durchgehalten, toll geschossen und Spaß gemacht hat es auch noch.
(KP - 01.08.2026 - Ergebnisse)
