So oder so ähnlich kann man den einen oder anderen Pfeil vom Wochenende der bayrischen Meisterschaft ganz gut bezeichnen, aber der Reihe nach:

Der Freitag war traditionell den älteren Semestern und den Blankbogenschützen vorbehalten. Für die Tassilos standen Alexander, Robert und Wolfi (Master Recurve), Peter Dauenhauer (Senioren Recurve) und Michi Lakosche (Damen Blankbogen) an der Schießlinie. Wirklich beeindruckend waren die 57 aufgestellten Scheiben (der EM sei Dank), die in diesem Jahr für ein sehr großes Starterfeld gesorgt haben. Das Wetter war für Hochbrücker Verhältnisse wirklich gut, zwar windig, auch wechselnd, aber ohne große Böen. Im zweiten Durchgang hat es ein wenig getröpfelt, was aber nicht sehr gestört hat.

Obwohl man die Schuld am Freitag also nicht auf das Wetter, den Platz oder die Organisation schieben kann (war alles prima), war am Ende keiner der Tassilos mit seinem Ergebnis richtig zufrieden. Na, dann war das Problem wohl mal wieder hinter dem Bogen… Macht nichts, beim nächsten Mal klappt es dann wieder besser.

2022 BM WA720 Master Team

Trotz der relativ langen Gesichter hat es dann bei der Master Mannschaft hauchdünn (mit einem Ring) zum 3. Platz und damit zur Bronzemedaille gereicht. Ein versöhnlicher Ausgang. An dieser Stelle Gratulation an Alexander, Robert und Wolfi.

Samstag war dann die Jugend an der Reihe. Nachdem Chrissi für den Bayernkader beim Jugendverbandsrunden-Endkampf in Hannover an der Schießlinie stand, waren in der Jugendklasse Marci, Lisa und Sarah am Start. Bei den Juniorinnen stand Isa an  der Schießlinie.

Der Start lief - auch aber nicht nur - aufgrund der stark wechselnden Windverhältnisse (typisch für die Olympia-Schießanlage in Hochbrück), durchwachsen. Es wurde noch nie so viel an den Visieren gedreht wie an diesem Samstag. Zwei Striche nach oben, drei nach rechts, ein Strich wieder runter, doch wieder ein Stück nach links und dann das Ganze wieder zurück. Wenn alles nichts half, wurde außerhalb des Golds angehalten – und dann flog der Pfeil da hin, wo man angehalten hat. Hä?

Am Ende des ersten Durchgangs waren alle Vier mit ihren Leistungen ebenfalls nicht ganz zufrieden und teilweise sogar deutlich unter den eigenen Möglichkeiten. Dranbleiben! Zum Start des zweiten Durchgangs darf natürlich das obligatorische „Körperspannung, Druck nach vorne, Durchziehen“ der Trainer:innen nicht fehlen, wobei dieser Satz fast schon zu einer Art Mantra an diesem Tag wurde.

Gute Passen wechselten sich immer wieder mit „vom Winde verwehten“ Pfeilen und verzweifelten Blicken ab. Ehe man es sich versah, war der Wettkampf auch schon zu Ende und unsere Schützinnen konnten ihre Enttäuschung nicht ganz verbergen. Es hilft nichts, da muss jede/r Bogenschütze:in mal durch, dass man einen mehr oder minder gebrauchten Tag erwischt.

Aber Moment, da war doch noch was, richtig: Finalschießen! Das wird im Satzverfahren und mit 3 Pfeilen je Passe geschossen. Und als wir Sarah mitgeteilt hatten, dass sie es in die Finalrunde geschafft hat, ernteten wir ungläubige Blicke und hatten kurz die Befürchtung, dass ihr Puls ins Unermessliche steigt.

Jetzt nochmal Konzentration hochfahren, Probepfeile absolvieren und auf geht’s. 18:24, 22:23, 21:22. Man war das jeweils knapp, aber am Ende musste sich Sarah ihrer Gegnerin geschlagen geben. Sie war aber wieder um eine Erfahrung reicher. Finalschießen ist eine echt coole Sache und macht Spaß. Gerne wieder! Und so schlecht wie sich unsere Schützinnen fühlten war es am Ende dann doch nicht.

Isa hat sich den 4. Rang bei den Recurve Juniorinnen gesichert und die Mannschaft um Marci, Lisa und Sarah konnte sich den 2. Platz erkämpfen. Klasse!

Schlusslichter in der Startreihenfolge war am Sonntag schließlich die Compound-Fraktion, in der die Tassilos auch in diesem Jahr durch Christian (Compound Master) vertreten wurden.

(WA/DS – 30.07.2022 – Ergebnisse)